Vergangenes

Zu Gast waren bisher:
Simone Schroth
Gerd Busse
Gregor Seferens
Ira Wilhelm
Christiane Kuby
Andrea Kluitman
Rainer Kersten


Der 2013 erschienene Roman Oorlog en terpentijn (in deutscher Übersetzung von Ira Wilhelm im Hanser Verlag erschienen: Der Himmel meines Großvaters, 2014) des flämischen Autors Stefan Hertmans wurde schon vor Einführung auf den deutschen Markt während eines Workshops am Institut für Niederländische Philologie der Uni Münster in Teilen übersetzt.

Im Januar 2014 war Stefan Hertmans im Haus der Niederlande zu Besuch und las aus seinem Roman vor. Teilnehmer des Workshops lasen zudem Romanpassagen auf Deutsch vor, die sie zusammen mit Christiane Kuby übersetzt hatten.

Im Folgenden ein von Nele Demedts übersetztes Fragment (S. 57 des Romans in Originalsprache) dieser Übersetzung:

De vuurstroom gulpt over het bekken; zijn handen lijken verdwenen. Rond zijn klompen zoekt het vloeibare ijzer zijn weg, hij voelt hoe ze kraken onder de gloeiende druk – hij denkt aan klompvoeten, hij kan niet weg, achter hem beweegt van alles wat hij niet mehr waarneemt, de hitte neemt hem op als een moeder, ze wiegt hem, verdooft hem, het tieren en schreeuwen ebt weg. Tot er donkere vlekken verschijnen in het immense, hem lokkende, hemelse licht: grote schoppen aarde overal rondom hem en in de vuurmond, dan toch een gepunte prop op een lans, de terugkeer van iets wat op bewustzijn lijkt, sissen en borrelen, een gevoel van misselijkheid, grote handen die zich naar hem uitstrekken en stemmen die hem toeroepen: Kom jongen, kom vlug. Der Feuerstrom schwappt über das Becken; seine Hände scheint es nicht mehr zu geben. Rund um seine Holzschuhe sucht sich das flüssige Eisen seinen Weg, er fühlt, wie sie unter dem glühenden Druck knacken – er denkt an Klumpfüße, er kann nicht weg, hinter ihm ist Bewegung, doch er nimmt sie nicht mehr wahr, die Hitze nimmt ihn auf wie eine Mutter, sie wiegt ihn, betäubt ihn, das Toben und Schreien verebbt wieder. Bis dunkle Flecken in dem immensen, ihn lockenden, himmlischen Licht erscheinen: große Schaufeln Erden überall um ihn herum und in der Ofenmündung, dann doch ein spitzer Pfropfen auf einer Lanze, die langsame Rückkehr des Bewusstseins, ein Zischen und Brodeln, ein Gefühl von Übelkeit, große Hände, die sich nach ihm ausstrecken und Stimmen, die ihm zurufen: Komm, Junge, komm schnell.

Die Resultate der Workshops wurden teilweise veröffentlicht, in der Reihe Niederlande-Studien: Beihefte und in der Zeitschrift nachbarsprache niederländisch.